Performance Marketing vs. Brand Marketing

Wann immer man über Social-Media-Marketing spricht, kommt man an einem Streitthema kaum vorbei: Soll ich Brand Marketing machen oder Performance Marketing? Oder doch lieber beides? Und wenn ja, wie geht das?


Um entscheiden zu können, ob man nun das eine oder das andere macht, muss man erstmal verstehen, worum es in den einzelnen Disziplinen überhaupt geht. Beginnen wir

mit der greifbareren Variante.


Performance Marketing


Performance Marketing ist das, was die allermeisten vermutlich unter Social-Media-Marketing verstehen. Man weiß ganz genau wie viel man pro Kunde, Conversion oder Seitenaufruf bezahlt. Budgetveränderungen können mehr oder minder mit einem Knopfdruck geregelt werden. Und am Ende der Kampagne weiß ich ganz genau, von wo die Kunden zu welchem Preis gekommen sind und wie viel diese ausgegeben haben.


Das klingt doch alles perfekt, oder? Ja. Und das ist es auch. Das einzige, was bei einem Blick auf das Performance-Marketing leicht vernachlässigt wird, ist der Blick fürs „große ganze“.


Brand Marketing


Und genau hier kommt Brand Marketing ins Spiel. Dabei geht es weniger um Algorithmen, ROAS und Numbers, sondern viel eher um eine langfristige Markenstrategie. Es geht um Konsistenz im Außenauftritt und der Kommunikation.


Man könnte meinen, dass beim Brand Marketing vollkommen irrelevant ist, ob die Kunden nun kaufen oder nicht. Hauptsache das Logo ist schick. Aber ganz so ist es nicht. Brand Marketing gibt eine Richtung vor die – wie gesagt – Konsistenz sein kann.


Muss ich mich jetzt entscheiden?


Wie bereits vermutet liegt die richtige Lösung irgendwo in der Mitte. Es braucht einerseits eine klare Strategie die kurzfristige Trends überdauert. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig den Algorithmus zu kennen und genau zu wissen wie viel ein Kunde „kostet“. Um aus budgetärer Sicht die beiden ins Verhältnis zu setzen, sollte man irgendwo ein Verhältnis zwischen 60:40 und 50:50 anpeilen. Also 60 % für den Markenaufbau und 40 % für unterstützende Performance Marketing aufwenden.


In einem Satz zusammengefasst könnte man auch sagen: Der langfristige Markenaufbau sollte von kurzfristig angelegten Performance Marketing Kampagnen unterstützt und gepusht werden. Dies können Influencerkampagnen, Rabattaktionen oder sonstige Maßnahmen die zu einem höheren Absatz führen sein.


Hier gilt es lediglich die Balance zu halten. Denn übertreibt man mit Performance Marketing Maßnahmen, können diese den langfristigen Markenerfolg erheblich schädigen. Häufig aufeinanderfolgende Rabattaktionen haben so unmittelbar negativen Einfluss auf

eine Marke mit Premiumcharakter.


Fazit


Performance Marketing schadet dem Markenaufbau nicht, sofern es als unterstützende Maßnahme gesehen wird. Die 60/40 Regel gibt einen guten Anhaltspunkt hinsichtlich der Budgetverteilung auf beide „Disziplinen“. Um langfristig in den sozialen Medien erfolgreich zu sein, führt jedoch kein Weg daran vorbei Brandmarketing und Performance Marketing geschickt zu kombinieren.

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