• Manuel Muhsbach

So setzt du Crossposting in deinem Unternehmen um

“Wir machen jetzt auch Social Media Marketing.” Diesen Satz hören wir immer wieder. Bei näherem Nachfragen stellt sich dann jedoch oft heraus, dass unter “Social Media Marketing” 3 Posts die Woche auf Instagram gemeint sind. Was vor wenigen Jahren noch vollkommen ausreichend war ist heutzutage oft nicht mehr zielführend. Grund dafür ist unter anderem das sich verändernde Nutzerverhalten der Konsumenten. Konkret sehen wir uns heute an, warum eine Crossposting Strategie (also eine Strategie, mit der mehrere Accounts bespielt werden) im Social Media Marketing unerlässlich ist.


Millenials führen die Liste an

Der durchschnittliche Millenial ist auf 8,1 Plattformen regstriert. Diese Zahl muss man erstmal auf sich wirken lassen. Aber auch die Generation Z ist mit 7,9 Accounts nicht weit entfernt. Und wer jetzt denkt, dass Papa und Mama nur auf Facebook setzen der irrt gewaltig: Gen X und Baby Boomer nutzen ebenso über 6 Accounts. Im Klartext bedeutet das, dass man mit jedem Kunden minimum 6 Möglichkeiten hat um über soziale Medien in Kontakt zu treten. Umgekehrt bedeutet dies aber auch: Wer nur eine Plattform bespielt lässt sich einiges entgehen. Wenn dein Kunde auf Instagram unterwegs ist und du es schaffst auf diesem Medium immer wieder in seinem Feed zu erscheinen ist das großartig. Jedoch bist du machtlos wenn der besagte Kunde die Plattform verlässt. Zudem ist klar, dass umso mehr Accounts verwendet werden, desto geringer ist die tatsächliche Nutzungszeit auf den einzelnen Plattformen.


So setzt du eine Crossposting Strategie um

Es ist jetzt also klar, dass man um eine ordentliche Crossposting Strategie nicht mehr herumkommt. Aber wie setzt man diese jetzt um? Sind Inhalte, die auf Instagram gut performen auch auf Youtube oder Linkedin verwendbar? Welche Accounts soll ich überhaupt bespielen?

Gehen wir dies der Reihe nach durch! Zunächst ist es wichtig, dass du eine richtige Plattformstrategie wählst. Es gibt genau einen Parameter der definiert, ob du die richtige Strategie gewählt hast: Bringt diese die gewünschten Ziele, oder nicht. Versuche immer dort zu sein, wo auch deine Kunden sich aufhalten bzw. wo deren Aufmerksamkeit am größten ist. Danach richtet sich dann auch grob die Strategie. Unterteilungen könntest du hier hinsichtlich einem B2B Umfeld und einem B2C Umfeld oder auch anhand von Altersgruppierungen machen.

Neben deiner Zielgruppe kommt es im zweiten Schritt aber auch darauf an, welchen Content du überhaupt erstellen kannst bzw. welcher Content dir Spaß macht. Bist du bspw. gut im drehen von Videos könnte die Kombination Youtube und Instagram für dich relevant sein. Wenn du ohnehin mit hochwertigen Bildern arbeitest ist vielleicht eher Pinterest und Instagram dein Way-to-go.


Native Content ist ein Muss

Achte jedoch - unabhängig von deiner Entscheidung - auf jeden Fall, dass du Native-Content erstellst. Konkret heißt das, dass du die Plattformen so verwenden sollst, wie sie gedacht sind verwendet zu werden. Lange Videos werden z.B. auf Instagram niemals so gut performen wie sie dies auf Youtube könnten. Dagegen werden 15-sekündige Mini-Spots auf Youtube nicht den gewünschten Effekt erreichen. Hierfür eignet sich eher TikTok. Du siehst also wo die Reise hingeht. Achte stets darauf, dass du Plattformkonform postest. Deine Kunden gehen was die Art des Contents angeht auch mit einer gewissen Erwartungshaltung auf die Plattformen. Diese musst du erfüllen.


Zeit sparen durch Recycling

Heißt das jetzt, dass ich für 8 Plattformen extra Content erstellen muss? Nicht zwingend! Zunächst suchst du dir erstmal 2-3 Plattformen aus, die du bespielen kannst und möchtest. Mehr Plattformen ist aus unserer Sicht nicht zielführend, da man als KMU oder EPU doch auch noch andere Aufgaben hat und selten ein mehrköpfiges Marketing Team mit der Aufgabe beschäftigen kann. Wo es dann möglich ist, versuchst du den Content zu recyclen. Sprich, du nimmst Contentpieces welche für eine primäre Plattform gedacht sind und postest diese auf einer sekundären Plattform. Natürlich erhältst du dann oft nicht die optimalen Ergebnisse, da der Content nicht plattformspezifisch ist. Jedoch bist du immer noch präsent und ersparst dir und deinem Team unheimlich viel Arbeit.

Konkret könnte dies so aussehen, dass du ein längeres Video oder einen Podcast für Youtube drehst und in der Folgewoche einige kleine, 15 bis 30-sekündige Outtakes für Instagram aufbereitest. Dieses Beispiel geht natürlich auch in alle anderen Richtungen. Oft genügt es schon, die Caption über oder unter dem Bild entsprechend der Plattform ein bisschen zu adaptieren.


Fazit

Damit solltest du von 1 Plattform auf gut 2-3 Plattformen kommen, ohne deine Social Media Arbeit vervielfachen zu müssen. Kleiner Tipp am Ende noch: Verknüpfe mit weiteren Retargeting Maßnahmen deine Webseite mit deinen Social Media Accounts. Dadurch erzeugst du eine unglaubliche Awareness bei deinen Kunden und erhöhst die Anzahl der entsprechenden Kontaktpunkte zusätzlich.


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